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Mittwoch, 10. September 2008 um 12:52 |
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Oder besser: Wie viel darf der Bürgerhaushalt kosten? Diese Frage stellen sich viele. Eine Antwort muss erst noch gefunden werden. Letzte Woche im Haushaltsausschuss habe ich die Bürgermeisterin gefragt, wie viel das Bezirksamt bisher im Jahr 2008 für die Durchführung des Bürgerhaushaltes ausgegeben hat. Die Antwort: 48.574,68 Euro.
Ist das jetzt zu viel, angemessen oder zu wenig? Wahrscheinlich muss die Frage konkreter gestellt werden. Was wurde mit den 48.574,68 Euro finanziert? Die Antwort: 1.130,50 Euro für den Druck der Flyer 2010, 8.425,20 Euro für den Druck der Broschüre 2010, 38.708,98 Euro für das Funktionieren und die Aktualisierung der Internetseite und 310 Euro für die Durchführung der bisherigen Veranstaltungen. Das meiste Geld ging also bisher für die Internetseite und die Broschüren drauf. Demnächst werden noch Kosten der Stadtteilkonferenzen hinzukommen. Alles in allem werden es nicht mehr als 80.000 Euro, denn soviel hat das Bezirksamt insgesamt zur Verfügung.
Wenn ich zusammenfasse: Wir haben 80.000 Euro auf der Ausgabenseite und die Internetseite, die Broschüren und die Stadtteilkonferenzen auf der "Habenseite". Ist das jetzt zu viel, angemessen oder zu wenig? Ich denke auch jetzt haben wir noch nicht genau genug hingeschaut. Also was haben wir noch?
Es fehlen die Personalkosten. Die Verwaltung, die soziokulturellen Zentren, viele Vereine, Initiativen und andere Engagierte nehmen sich für den Bürgerhaushalt Zeit. Zum großen Teil ist diese Arbeit ehrenamtlich. An dieser Stelle hört es auf, messbar zu werden. Jetzt fängt die Liste der möglichen Gewinne an, die mit dem Bürgerhaushalt erreicht werden können. Das sind vor allem: Mehr Transparenz in der Haushaltspolitik Schaffung eines besseren Verhältnisses zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung Förderung von bürgerschaftlichem Engagement Förderung von Demokratie Abbau von Politik- und Parteienverdrossenheit Modernisierung der Verwaltung Imagegewinn für Lichtenberg
Und wie viel darf der Bürgerhaushalt nun kosten? Wann lohnt sich der Einsatz von Geld und Engagement? Das hängt vor allem davon ab, wie viele Menschen mitmachen. Das ist die einzig messbare Größe, die den Erfolg und die Legitimität eines Bürgerhaushaltes anzeigt. |