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Als echte Berliner Pflanze bin ich in Marzahn groß geworden. 1990 war ich in der 4. Klasse und wurde noch gerade so Thälmannpionier. Ein paar Wochen später zählte das nicht mehr, vieles veränderte sich.
Interessant in den nächsten Jahren war vor allem der Freiraum für uns Jugendliche. Alle um uns herum hatten mit den Veränderungen zu tun, so dass wir die neuen Möglichkeiten in Ruhe ausprobieren konnten. 1994 ging ich zu meiner ersten Demonstration gegen Rassismus. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los. So kam ich auch in einen engagierten Chor, versuchte mich am Gitarrespielen und besuchte mit Freunden am Wochenende Konzerte im Jugendklub.
Als ich dann 1999 das Abitur in der Tasche hatte, musste auch ich mich fragen, was nun. Ich hatte damals keinen Mut ins Ausland zu gehen und herumzureisen. Aus finanziellen Gründen konnte ich nicht auf eine Universität.

Fast wäre ich Versicherungskauffrau geworden. Doch dann kam meine Mutter auf die Idee, mich in die öffentliche Verwaltung zu schicken. Drei Jahre dauerte das Studium an der FHVR Berlin, das damals noch mit etwa 800 Euro im Monat vergütet war. Ich konnte Praktika im Wirtschaftsamt, Betreuungsamt und im Sozialamt machen. Mittendrin im Jahr 2001 wählten mich die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger für die PDS-Fraktion in die Bezirksverordnetenversammlung von Lichtenberg. Nach meinem Abschluss 2002 als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) entschied ich mich, erstmal die Verwaltung zu verlassen.
Ich hatte Lust mich etwas umzuschauen und landete unter anderem als Kellnerin in einem Hotel, machte ein Praktikum in einer Bookingagentur für Bands, arbeitete für die Bundestagsabgeordnete Dr. Gesine Lötzsch, fuhr durch Deutschland als Referentin zum Thema Bürgerhaushalt, arbeitete mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen und kümmerte mich um mein Ehrenamt als Bezirksverordnete.

Besonders interessierte mich die Haushaltspolitik. Mein Studium half mir dabei, den Lichtenberger Haushaltsplan lesen und gestalten zu können. 2003 kam mein zweites Lieblingsthema dazu, die Bürgerbeteiligung. Damals starteten wir in Lichtenberg den Bürgerhaushalt. Das war eine spannende Zeit, da es so etwas in noch keiner deutschen Großstadt gab.
2008 zog es mich wieder zurück in die Verwaltung und ich begann als Angestellte in Brandenburg. Bis 2016 war ich parallel dazu immer noch in der BVV Lichtenberg, zuletzt als Fraktionsvorsitzende, Sprecherin für Bürgerbeteiligung und Vorsitzende des Hauptausschusses.
Am 18. September 2016 wählten mich die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger im Wahlkreis 5 direkt in das Abgeordnetenhaus von Berlin. Seitdem ruht mein Arbeitsverhältnis in Brandenburg.


  • 1979 in Berlin geboren.
  • 1994 begann mein politisches Engagement in Marzahn gegen Fremdenfeindlichkeit.
  • 1999 Studium der Verwaltungswissenschaften und Arbeit im Sozialamt.
  • 2001 ging ich in die Kommunalpolitik als ehrenamtliche Bezirksverordnete in Lichtenberg.
  • Sprecherin für Bürgerbeteiligung
  • Vorsitzende des Hauptausschusses
  • Fraktionsvorsitzende
  • 2016 Direkt gewählt in das Berliner Abgeordnetenhaus. Hier setze ich mich unter anderem für einen berlinweiten Bürgerhaushalt ein.