Wahlkreistag
Auf meiner traditionellen Tour durch den Wahlkreis besuchte ich gestern drei sehr wichtige Einrichtungen. Die Stadtteilkoordination Lichtenberg Mitte in der Sewanstraße ist längst schon eine Kiezinstitution. Lisa Schröder hat bestes Wissen über die Befindlichkeiten der Nachbarschaft, weiß, wo den Leuten und der Schuh drückt. Aktuell gibt es große Besorgnis über die Zukunft des SportjungendClubs Lichtenberg, der sein angestammtes Domizil in der Frankfurter Allee 276 verlassen muss und bislang keine neue Bleibe gefunden hat. Das kleine Team der STK unterstützt über den Kiezfonds etliche Nachbarschaftsprojekte und ist mit diversen Aktivitäten sehr präsent.
Mein nächster Besuch galt dem Lichtenberger Register in der Einbecker Straße. Mit großem Engagement aber vor allem auch mit großem Verantwortungsbewusstsein werden hier extrem rechte, rassistische und antisemitische Vorfälle von Gewalt bis Propaganda in Lichtenberg dokumentiert. Lea Lölöffel von der Berliner Koordinierungsstelle und Moritz Marc, der das Lichtenberger Register verantwortet, hatten sehr Beunruhigendes zu berichten. Bezogen auf Lichtenberg nehmen die rechten Angriffe seit dem vergangenen Jahr wieder deutlich zu. Bis zum Sommer dieses Jahres wurden im Bezirk 476 Vorfälle gemeldet, fast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum 2024. Und ganz vorn dabei sind hier der Weitlingkiez und Rummelsburg.
Einfach nur schön war dagegen mein Besuch in der Jugendfreizeiteinrichtung Orange Flip im Gensinger Viertel. Mit 80 Portionen Eis für die Kids im Gepäck bereitete den Kids eine schöne nachmittägliche Überraschung. Leiterin Silke Heuke-Böhm jedenfalls zeigte mir stolz diesen tollen Ort, der für nicht wenige Jugendliche ein zweites Zuhause geworden ist, und dessen Türen montags bis freitags von 12 bis 20 Uhr für sie offenstehen.



