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U-Bahnwagen müssen mit Autos fahren

Bemessen an der Grundfläche ist es eines der größten Unternehmen in meinem Wahlkreis in Friedrichsfelde – die 1930 gebaute Betriebswerkstatt für U-Bahnen. Doch lediglich 31 Frauen und Männer machen dort im Zweischichtsystem ihren herausfordernden Job. Außerdem wurde auf dem Gelände 2015 die zentrale Leitstelle der U-Bahn in Betrieb genommen, von wo seither der gesamte U-Bahnverkehr in Berlin von jeweils 18 Mitarbeitenden rundum die Uhr gesteuert wird.

Die Werkstatt betreut derzeit 178 Fahrzeuge aus drei Baualtersklassen und ist eigentlich auch für die Züge auf der U8 und U9 zuständig. Seit aber 2014 der sogenannte Waisentunnel unter der Spree wegen Einsturzgefahr gesperrt wurde, der einzigen Schienenanbindung der U5 an das restliche Berliner U-Bahnnetz, ist alles anders. Hunderte Transporte von U-Bahnwagen auf LKWs sind seither quer durch die Stadt wegen notwendiger Überführungen unterwegs.  Ein neuer Tunnel allerdings würde voraussichtlich 70 Millionen EUR kosten, erfahre ich bei meinem Besuch am Donnerstag auf dem Gelände, doch er erscheint alternativlos, zumal auch zwei neue zusätzliche Werkstatthallen hier gebaut werden sollen. Es fehlen für beide Investitionen noch wichtige Entscheidungen auch in der Landesregierung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieser Schwebezustand so schnell wie möglich ein Ende findet.
Beeindruckend war auch mein Besuch in der Leitzentrale für das gesamte U-Bahnnetz. Das Gebäude ist wie ein Sicherheitstrakt angelegt, denn es ist ein sehr sensibler Bereich. Im Alltag herrscht übrigens in den sogenannten Betriebspausen der U-Bahn Hochbetrieb vor den Bildschirmen, weil dann eben die Züge aus den Strecken in die Abstellbereiche manövriert und später auch wieder zurückbeordert werden müssen. Das Wort Pause ist eben doch relativ. Auf der anderen Seite kann auch Ruhe und Gelassenheit in der Zentrale herrschen – wenn denn alles läuft.
 

„Es ist sicher eine ungewöhnliche Idee, eine Ausstellung mit den Werken eines Häftlings zu zeigen. Ich will aber sichtbar machen, dass Strafgefangene auch Menschen sind. Menschen, die wieder in den Alltag finden wollen.“
Hendrikje Klein am 19. Juni in der Berliner Zeitung

Kiez im Blick

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